Bislang wurde in der Literatur und den Geschichten um heldenhafte Samurai und aufrichtige Bushi meist die Geschichte des Kriegerstands bis zu ihrer Blüte im sechzehnten Jahrhundert berichtet.
In den Darstellungen zur Militärgeschichte auf diesen Seiten (»Eine kleine Geschichte des Budô«) wurde stillschweigend angenommen, dass die Bushi (»Krieger«) die Macht übernahmen, sich gegenseitig bekämpften bis nur noch eine Sippe übrig blieb, un dann das Land über 250 Jahre friedlich regierten. Und dann kamen die kolonialistischen europäischen Mächte allen voran die USA und haben das abgekapselte Japan in die Neuzeit geworfen. Dabei sind dann so die Vermutung auch die moralischen und ethischen Tugenden eben jener aufrichtigen Samurai verschwunden.
Nun, ganz so war es nicht. Dass der Kriegerstand nach der Einigung des Landes unter den Tokugawa bei weitem nicht so zivilisiert und geeint war, wie es auf den Blick scheinen mag, davon berichtet die folgende Reihe.
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