Info

Lehrgang am 28./29.10.2006 in Grafing

mit Wolf-Dieter Wichmann

Intro und Allgemeines

Nachdem ich intensiv bei Toby, Stefan H. und Susi trainiert habe, war es an der Zeit die nächste Prüfung anzugehen. Dazu hat sich ein Lehrgang in Grafing bei München bei Großmeister Wichmann angeboten. Davon erfahren habe ich unter http://www.karate-online.de/termine/a0.htm#Lehrgang

Überraschend habe ich festgestellt, dass zumindest drei der Karateka aus dem Buch "Richtig Karate" von Wichmann mittrainiert haben: Wolf-Dieter Wichmann selbst, Oliver Wichmann und Bernd Müller, den einige von uns sicherlich von den Kyu-Prüfungen kennen. 

Sehr viele Teilnehmer haben die Möglichkeit genutzt mit Wichmann zu trainieren, alle Stufen waren gut besetzt. Aus der Unter- und Mittelstufe waren vor allem junge Karateka aus dem Dojo Grafing anwesend, in dieser Klasse war ich wohl der einzige aus dem USC. Für Speis und Trank war bestens gesorgt, es gab belegte Semmeln, sehr viele Kuchen, unterschiedliche Getränke und Kaffee. Die Menschen waren sehr nett und zuvorkommend und alles in allem gut organisiert.

Training

Das Unter- und Mittelstufen-Training begann mit Stretching mit dem Partner. Hier habe ich das Aufwärmen und Dehnen aus dem Dojo Pestalozzi vermisst, was immer sehr effektiv war. Im Kihon wurden für 9., 8. und 7., 6. Kyu und höher gleichzeitig jeweils unterschiedliche Techniken geübt. Ich fand es schade, dass die Weißgurte hier nicht alle Techniken der Unterstufe üben durften, wie im USC. Wichmann hat trotz vieler Teilnehmer viele Korrekturen vorgenommen und auch ich blieb nicht verschont. Was mich allerdings etwas überraschte war der Kommentar "Wo hast Du gelernt die Faust zu ballen?". Die einzelnen Techniken wurden präzise erklärt und vorgeführt. 

Im Kumite wurde das Prüfungsprogramm durchlaufen. Trotz Wechsel nicht mit den höheren Graden trainieren, ich persönlich hatte zum ersten mal Gelegenheit mit Kindern Karate zu üben. Bei der Kata haben sich alle im Raum verteilt und sind ihre jeweilige Kata gelaufen. Später wurde nach Stufe unterschieden und in der Prüfung waren maximal drei Karateka auf der Fläche und haben vorgeführt. Überraschend kam Ura-Kata ins Spiel, so dass man seine Kata spiegelverkehrt laufen musste, um so die Konzentration auf die einzelnen Techniken und nicht auf das schnelle Durchlaufen einer eingeprägten Sequenz zu richten. Ein wenig störend waren vor allem am Anfang, aber auch am Ende Fotoaufnahmen.

Prüfung

Vor den Prüfungen wurde kräftig aufgewärmt und gedehnt, ein Braungurt hat das übernommen. Dann gab es eine Besprechung in großer Runde und jeder Schülergrad wurde zum Großmeister zitiert, wo er in einer Liste eingetragen wurde. Je nach Grad wurde dann Kihon abgeprüft, maximal drei Karateka waren auf der Fläche. Beim Kumite war ich alleine und konnte mir einen Partner heraussuchen. Wohingegen es beim Kihon wenig Kommentare gab, hat Wichmann bei Kumite einige male Kampfwille gefordert. Die Kata verlief nach seiner Ansicht noch am schlechtesten, so dass einige - vor allem höhere Stufen - die Prüfung deswegen nicht bestanden. Bei der Kata musste jede Stufe jeweils ihre Kata laufen und vorher die Kata davor. Am Ende gab es Kommentar und Erklärungen von Wichmann und er ging auch fast auf jeden einzelnen ein. Die Prüfmarken, Stempel und Urkunden waren danach schnell verteilt. 

Shihan (Großmeister) Wichmann

Wolf-Dieter Wichmann, 7. Dan Shotokan Karate, Begründer der Stilrichtung Shotokan Fudoshin-Ryu, gehört zu den höchst graduierten Karatelehrern in Deutschland. Er war lange Jahre Lehrwart und Bundeskamprichterreferent des Deutschen Karateverbandes und in seiner aktiven Zeit dreifacher Vize-Weltmeister im freien Kampf [,daneben 2-facher Europameister und mehrfacher deutscher Meister im Karate]. 

Derzeit lebt Wichmann in Bremen und betreibt dort ein eigenes Dojo (http://www.budo-club.de/).

(cr)